Die Angst vor Zecken!

Es ist Zeckenzeit und mit der Angst vor möglichen Krankheiten,
die diese kleinen Insekten übertragen können wächst ein großes Geschäft.

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Es scheint so schlimm, wie noch nie zu sein und das hat seinen Grund:
Die Kälteperioden im Winter werden immer kürzer und insgesamt ist das Klima bei uns deutlich milder geworden. Dadurch wird es Zecken möglich, den Winter bei uns zu überleben, denn diese sterben erst bei -20 Grad Celsius ab. Die gefährlichen Biester sind wahre Überlebenskünstler und werden unter Laborbedingungen über 10 Jahre alt. Das hat zur Folge, dass die Zeckenpopulation exponentiell steigt und damit auch die Gefahr auf Krankheiten und Leiden, die durch Zecken übertragen werden.

Keine Panik vor Zeckenbissen

Nicht jeder Zeckenstich ist gefährlich, aber das Bewusstsein, dass ein einziger Stich ausreicht um eine leidvolle Krankheit auszulösen versetzt den Menschen in Angst. Bei vielen reicht es nur daran zu denken und es kribbelt tatsächlich, obwohl an der Stelle meistens gar nichts krabbelt. Die Wauznase denkt darüber gar nicht nach und streift nichtsahnend Quadratmeter für Quadratmeter über die Oberfläche der Natur und erreicht damit für die gefährlichen Minimonster eine hohe Trefferquote. Aber ein kleiner Trost ist, dass Zecken sich zwar schnell im Fell festhalten, aber bis sie tatsächlich anbeißen und ihren Rüssel in der Haut verankern vergehen Minuten bis Stunden. Auch das Zeitfenster bis Borreliose übertragen werden kann ist verhältnismäßig groß und kann zwischen 12 und 24 Stunden dauern. Denn die Übertragung setzt einen aktiven Darm der Zecke voraus, denn dort sind diese Bakterien bei ihr angesiedelt. FSME hingegen stellt aber mit dem Einsatz der Schneidwerkzeuge eine Übertragungsgefahr dar.
Deswegen solltet ihr schon beim Gassigehen aufmerksam sein, ob da was im Fell krabbelt. Je schneller eine Zecke entfernt werden kann, desto harmloser ist sie.

Wie schütze ich mich und meinen Hund vor Zecken?

Hausmittelchen

Leichter verträglich sind da Hausmittlechen wie Kokosöl oder Schwarzkümmelöl. Beide eignen sich zum Einreiben aber wirken auch unterstützend wirken, wenn man sie dem Futter beimischt. Ein toller Nebeneffekt ist der Glanz im Fell. Dazu einfach ½ bis 1 Esslöffel Kokosöl oder 20 Tropfen Schwarzkümmelöl über das Futter treufeln. Einen wissenschaftlichen Beleg für den Erfolg konnten wir noch nicht finden, erhalten aber immer wieder Rückmeldungen, dass der Zeckenbefall weniger wurde. Übrigens, die Hausmittelchen können auch dem Herrchen oder dem Frauchen helfen. Dennoch ist jeder Hund und Mensch unterschiedlich, man muss ausprobieren, was einem Hilft, gut tut oder was dem Hund schmeckt.

Doch egal für welche Vorkehrungen du dich entscheidest, die beste Unterstützung für dein Tier ist und bleibt eine ausgiebige Fellpflege. Bürste deine Fellnase Strähne für Strähne nach dem Gassigehen, schau zwischen den Zehen, hinter den Ohren unter den Achseln, am besten überall.

Arznei und chemische Zeckenmittel

Die Angst vor Zecken löst eine eigene Industrie aus. Es gibt allerlei Mittel, ob chemisch, zum Einnehmen oder einschmieren, die versprechen, dass keine Zecke mehr an deinen Hund gehen wird. Es gibt viele Hundebesitzer, die das bestätigen und es gibt auch solche, die nach der Anwendung um Hilfe rufen, da sie dem Tier nicht bekommen, da Nebenwirkungen oft vorher nicht abzusehen waren oder das Immun- und Nervensystem des Tieres darauf reagieren kann. Hier gilt die Regel, mit kleinen Dosierungen anfangen und sich herantasten, ob das Tier die Mittel verträgt. Arzneiliche oder chemische Mittel sollten auch nicht eingenommen werden, bevor ein Tierarzt seine Empfehlung dafür ausgesprochen hat, denn er/sie kann auch bei einer Nichtverträglichkeit entsprechend schnell und sicher eingreifen.

Was tun, wenn die Zecke zugebissen hat?

Möglichst schnell entfernen! Dazu gib es allerei Helfechen, von der normalen Pinzette, über ein Zeckenlasso oder einer Zeckenzange oder -Karte, hierfür kannst du sogar improvisieren, Hauptsache der Kopf der Zecke wird mit entfernt. Wusstest du, dass eine Zecke, deren Körper zwar zerstört wurde, der Kopf aber noch unversehrt ist, einfach ein neuer Körper nachwächst?
Egal welches Werkzeug du verwendest, wichtig ist, dass dein Hund keine Angst davor hat so, dass du präzise den gesamten Zeckenkörper entfernen kannst.
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Was mache ich mit der entfernten Zecke?

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Nicht in die Toilette werfen! Denn Zecken überleben unter Wasser bis zu 3 Wochen und krabbeln dann einfach wieder heraus. Um die einzelnen Exemplare wirklich auszuschalten, reicht es nicht, sie einfach mit den Fingern zu zerdrücken. Wie oben bereits erwähnt kommt es auf den Kopf der Zecke an, erst dann ist die Zecke unschädlich. Zuhause ist ein sicherer Weg, die entfernten Zecken in eine brennende Kerze zu geben. Durch das Wachs und die Hitze sterben die Zecken ab.

Das beste Mittel gegen Zecken bleibt die Fellpflege!



Die Oberfläche, mit der ein Hund über die Oberfläche in der Natur streift wird durch das Fell enorm vergrößert. Hier kann es helfen das Fell an den Beinen, Bauch, Kopf, Rute zu kürzen. Damit fällt es Zecken schwerer sich festzuhalten und darüber hinaus könnt ihr euren Hund nach dem Gassigehen besser absuchen.

Nehmt euch die Zeit nach dem Spatziergang euren Hund oder die Katze nach ihren Outdoor-Abenteuer gründlich abzusuchen. Fellpflege hat keine Nebenwirkung, im Gegenteil es stärkt eure Bindung zum Haustier, schenkt vertrauen und gibt nicht nur dem Tier, sondern auch dir ein gutes Gefühl, keine "krabbeligen Passagiere" im haus zu haben.

#healthyanimalsarehappyanimals